BIOFEEDBACK:
DEN BECKENBODEN BEWUSST MACHEN UND TRAINIEREN
Was ist Biofeedback?
Biofeedback ist ein Lern-Prozess, bei dem Sie Kontrolle über Körperfunktionen erlernen können, die nicht oder nur ungenau wahrnehmbar sind wie zum Beispiel die Beckenbodenmuskeln. Wir können jedoch nur den Beckenboden richtig anspannen lernen, wenn wir auch wahrnehmen was wir anspannen oder entspannen sollen . Dazu ist ein Biofeedback-Gerät notwendig, das Körperfunktionen misst ( in unserem Fall die Beckenbodenmuskeln) und diese anzeigt. Das Biofeedback-Gerät ist somit wie ein Spiegel, der Informationen über das Körperinnere liefert. Genauso wie eine Baletttänzerin vor dem Spiegel übt um die Bewegungen noch genauer wahrzunehmen und den Körper besser koordinieren zu können. Dieser Spiegel ist dann nicht mehr notwendig, wenn die Selbstregulation einmal gelernt wurde.
So trainieren z.B. Kopfschmerzpatienten, ihre Muskelverspannungen zu
reduzieren, stressgeplagte Menschen ihr vegetatives Nervensystem zu
beruhigen oder Patienten mit Inkontinenzproblemen, die Schließmuskeln
wieder richtig zu benutzen.
Innerhalb weniger Sitzungen kann ein nachhaltiger Erfolg bei vielen
Beschwerden erzielt werden - ohne Nebenwirkungen.
Well Come empfiehlt Biofeedback für ein gezieltes Training des Beckenbodens als eine wesentliche Voraussetzung um sexuelle Zufriedenheit zu erlangen. Denn nur die Wahrnehmung und Bewusstmachung dieses oft tabuisierten Bereichs führt zu mehr Wahrnehmungsfähigkeit und damit zu mehr Genuss.
Informationen: http://www.biofeedback.co.at
DAS PRINZIP
Mittels eines Tampons, das in die Scheide oder den Anus eingeführt wird, wird die Beckenbodenmuskulatur gemessen. Auf einem Computer-Bildschirm sehen die Muskelspannung wie in einem "Spiegel". Damit können Sie gezielt Entspannen und Anspannen. Ungefähr 50 Anspannungen sind pro Trainingseinheit vorgesehen. Nach einigen Sitzungen sind die Muskeln gestärkt und sie können mit den Beckenbodenmuskeln "spielen" und umgehen wie mit Ihrer Hand...
EFFEKTIVITÄT BEI INKONTINENZ
Nach bereits 3 bis 10 Sitzungen ist dauerhafte und vollständige Symptomfreiheit möglich.- Reduktion der Beschwerdehäufigkeit: ca.. 70 bis 90% Reduktion von Harninkontinenz
- Veränderung objektiver Parameter: Stärkung der Beckenbodenmuskulatur
Quelle: OA Dr. Ursula Fischer, Insitut für Physikalische Medizin und Rehab, AöKH St. Pölten